Der Geburtsort des Personal-Computers ist das Silicon Valley. Es handelt sich dabei um eine etwa 20 mal 40 km große Fläche am Südende der San Francisco Bay an der Westküste Kaliforniens, etwa 70 km von San Francisco entfernt.
Das Gelände hat den Namen Silicon Valley erst seit 1971. Das ehemalige Santa Clara County erhielt seinen heutigen Namen erst durch einen Artikel eines Journalisten über "Die Halbleiterindustrie der USA", in dem er das Tal "Silicon Valley" nannte.
1947 erfanden die im Silicon Valley ansässigen Wissenschaftler William Shockley, John Bardeen und Walter Brattain den Transistor, wofür sie 1956 den Nobelpreis erhielten. Seit diesem Zeitpunkt werden Transistoren in großen Mengen produziert. Hauptabnehmer war jedoch zuerst nur das Militär.
Nach Shockley begann die Firma Fairchild Halbleiter zu produzieren. Danach erfolgten explosionsartig immer neue Firmengründungen. Fast alle kann man auf Shockley und Fairchild zurückführen. Selbst die Anfänge bekannter Firmen wie National Semiconductors oder AMD sind bei Fairchild zu finden.
1968 zog sich einer der Gründer von Fairchild zurück und gründete die Firma Intel. Intel ist die Abkürzung für Integrated Technology.
Aus vielen zusammengesetzten Transistoren entstanden die Mikroprozessoren. Ohne diese hätte es die rasante Entwicklung zum PC nie gegeben. Eigentlich war der Mikroprozessor gar nicht zur Anwendung in Computern gedacht, denn der Erfinder Intel wußte mit seiner teuren Entwicklung zuerst nichts anzufangen.
Die ersten Rechner waren die sogenannten Mainframes, raumfüllend und Millionen
teuer, verschlangen sie Leistungen im kW-Bereich.
Mit den Minicomputern wurde es schon etwas praktischer. Sie waren so klein, daß
sie gerade so in einem größeren Schrank Platz fanden. Spätere Modelle passten denn
auch schon in einen Auto-Kofferraum.
Das war aber alles noch nichts für Privatleute, denn so ein Gerät konnten sich bestenfalls große Firmen und Behörden leisten. Außerdem musste die in Anspruch genommene Rechenzeit teuer bezahlt werden.
Einige Jahre später kam dann auch Intel's Erfindung des Mikroprozessors zum Einsatz. Eine der ersten populären Anwendungen von hochintegrierten Schaltkreisen waren neben der militärischen Nutzung die Rechenmaschinen.
Zunächst waren das noch Tischgeräte. Mehrere tausend Dollar teuer beherrschten sie immerhin schon die Grundrechenarten. Doch die Schaltkreise wurden immer kleiner und somit schrumpften auch die Geräte.
Die ersten, die solche Mikroprozessoren in großen Mengen herstellten waren die
Firmen Texas Instruments und Hewlett-Packard.
Mit der Verfügbarkeit von Mikroprozessoren und Speicherbausteinen waren die Grundlagen
des Personal Computers gelegt.
Hier einmal die bekanntesten Rechner :
Zu Beginn der 80er Jahre spielten auch bei IBM, bis dahin Hersteller von
Großrechenanlagen, einige Ingenieure mit dem Gedanken, einen Personal
Computer zu bauen.
Dabei wurde für IBM-Verhältnisse vollkommen untypisch vorgegangen: der Rechner
wurde aus frei käuflichen Teilen, unter anderem Intel's 8088-Prozessor, gebaut.
Der IBM-PC erschien 1981 und wurde ein relativ großer Erfolg. Daher wurde das
Konzept des IBM-PC's zum noch heute gültigen Standard. Alle Gerät, die man heute als
"normalen" PC in jedem Laden kaufen kann, sind sog. IBM-kompatible Geräte.
Das heißt, daß Programme, die schon auf dem IBM-PC von 1981 liefen, auch heute
auf der neuesten PC-Generation mit einem Pentium-Pro-200-Prozessor lauffähig sind.
Das hat leider die Entwicklung der Rechenleistung der heutigen PC's stark gebremst. So sind andere, nicht-kompatible, PC-Systeme bei weitem schneller. So z.B. solche, mit einem sogenannten Alpha-Chip, gegen den selbst der schnellste Pentium keine Chance hat. Aber er ist halt nicht kompatibel.
Der Personal Computer hat ohne Zweifel die Welt verändert. Doch im Gegensatz zu anderen Entwicklungen in der Geschichte der Technik, wurde diese Entwicklung nicht von der Industrie herbeigeführt. Es waren ausschließlich Privatpersonen, die aus Idealismus oder Geschäftssinn an der Idee des persönlichen Computers arbeiteten.
Die Traummaschine, Steve Ditela; DuMont Buchverlag, 1985, ISBN 3-7701-1723-9
Chip - Das Mikrocomputer-Magazin, Ausgabe 4/1987, 10 Jahre PC
Chip - Das Mikrocomputer-Magazin, Ausgabe 9/1988, 10 Jahre Chip
Chip Sonderheft Nr. 14 - Der Computer-Katalog
c't - Magazin f"ur Computertechnik, Ausgabe 5/1992, Happy Birthday